Wallau

Schriftentwurf · Kunstschriften 1910–1940 · ab 1924 entworfen, ab 1930 gegossen · Rundgotisch inspiriert

Mainz Rundung

Die Wallau ist eine späte gebrochene Schrift von Rudolf Koch für Gebr. Klingspor in Offenbach. Koch arbeitete an ihr ab etwa 1924; ursprünglich sollte sie „Missale“ heißen. Benannt ist sie nach dem Mainzer Drucker Heinrich Wallau (1852–1925), der schon 1885 gebrochene Schriften auf Grundlage der Rundgotisch vorgeschlagen hatte.

Als erster Schnitt erschien 1930 der halbfette, später folgten ein schmaler (1934) und ein fetter Schnitt (1935). Klingspor gab 1939 eine aufwendige, 55-seitige Schriftprobe heraus. Da Koch 1934 starb, wurde die Familie teilweise erst nach seinem Tod fertiggestellt.

Die Wallau ist eine Rundgotisch (Rotunda): Ihre Buchstaben sind für eine gebrochene Schrift auffallend offen und rund, die Serifen zurückhaltend, und der Wechsel von dicken und dünnen Strichen lässt die Breitfeder erkennen. Besonders ist, dass es zwei Sätze Großbuchstaben gibt – gotische und Unzial-Versalien. Wegen ihrer klaren Formen wird sie teils zu den gebrochenen Grotesken gezählt.

Alphabet

Kleinbuchstaben

  • a
  • b
  • c
  • d
  • e
  • f
  • g
  • h
  • i
  • j
  • k
  • l
  • m
  • n
  • o
  • p
  • q
  • r
  • s
  • t
  • u
  • v
  • w
  • x
  • y
  • z

Großbuchstaben

  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z

Umlaute und Sonderzeichen

  • ä
  • ö
  • ü
  • Ä
  • Ö
  • Ü
  • ß
  • langes s

Satzzeichen

  • .
  • ,
  • ;
  • :
  • !
  • ?
  • „
  • “
  • ‚
  • ‘
  • »
  • «
  • (
  • )
  • -
  • –
  • '
  • &
  • §
  • *
  • /

Ziffern

  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9

Ligaturen

  • ch
  • ck
  • tz
  • ſt
  • ſſ
  • ſch
  • ff
  • fi
  • fl
  • ft
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